Koordinator des Elektrotechnik-Einsatzteams

Strom spielt in einer digitalisierten Gesellschaft eine Schlüsselrolle, wie wir jeden Tag sehen. Schon ein kurzer Stromausfall kann unsere häuslichen Systeme gefährden, aber die Folgen können noch viel gravierender sein, wenn es um die kritische öffentliche Infrastruktur geht. Kommunikationsnetze, Rechenzentren, öffentliche Verkehrsmittel, alles hängt heute vom reibungslosen Funktionieren des Stromnetzes und der zugehörigen elektrotechnischen Anlagen ab. Elektrische Schlüsseltechnologien wie unterbrechungsfreie Stromversorgungen flankieren heute überall integrierte IT-Systeme und Netzwerke. Aber auch in den Infrastrukturbereichen Smart Grids oder Elektromobilität sind elektrotechnische Systeme und Kompetenzen unerlässlich, um den Betrieb lebenswichtiger Infrastrukturen zu gewährleisten. Das ist die Spezialität von Elektromeister Steffen Bonin. Der 30-Jährige aus Hohen Neuendorf (Oberhavel) arbeitet als Teamleiter des Einsatzteams Elektrotechnik FO36 ETHW und ist als Gesamtprojektleiter für die Aktivitäten der telent in diesem Bereich verantwortlich. Zu den Hauptaufgaben seines Teams gehören die Installation und Überprüfung von unterbrechungsfreien Stromversorgungslösungen, aber auch die Koordination von bundesweiten Aktivitäten wie die Inbetriebnahme und Reparatur von Anlagen inklusive Technik und Ladelösungen für die Elektromobilität. Es ist wichtig, dass lebenswichtige IT-Systeme und Infrastrukturen ohne Unterbrechung laufen. Steffen Bonin ist ebenso als Ausbilder im Unternehmen tätig. Es ist nützlich, dass er noch nahe am Alter der neuen Generation ist. Die Auszubildenden können sich voll auf seine Erfahrung verlassen. 2019 schloss Herr Bonin nicht nur seine Meisterausbildung als Bester seines Fachs ab, sondern legte auch die beste Prüfung des gesamten Jahrgangs ab. Als Meistersspezialist musste er unter anderem die Elektrik für eine Schüttgutförderanlage planen und installieren, inklusive Notausschalter und weiteren Sicherheitseinrichtungen zum Schutz der Technik und des Betreibers.

Eine klassische Hausinstallation, ein Gebäudeautomationssystem und die Programmierung einer Alarmanlage waren ebenfalls Bestandteil der Meisterprüfung. Der Titel ist eine Ehre und Anerkennung für all die Zeit, die in die Aufstiegsfortbildung investiert wurde. Und er erwähnt, dass "es toll war, den Erfolg mit seinen Meister-Kollegen zu feiern, schließlich sind gute Prüfungsergebnisse immer das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit in Lerngruppen. Es war eine tolle Erfahrung, mit Gleichgesinnten auf ein Ziel hinzuarbeiten.“ Eine wichtige Rolle spielte auch seine Frau, die ihm immer zur Seite stand, wenn er Zeit zum Lernen brauchte. Er blickt gerne auf den Unterricht zurück. Die Werkstattausstattung im Handwerksförderzentrum der Handwerkskammer Potsdam in Götz und die Betreuung durch die Kursleiter waren sehr gut. Steffen Bonin wusste sofort, wo er beruflich hinwollte. Physik und Mathematik waren seine starken Fächer in der Schule. Auch ein technisches Studium wäre eine Option gewesen. Aber sein Großvater war ein Handwerksmeister und sein Vater ist Elektromeister. Für ihn stand also außer Frage, dass er in seinem Beruf etwas Praktisches machen wollte. Und auch der Titel des Meisters war schnell geplant.

Mit seiner Aufstiegsfortbildung zum Handwerksmeister erwarb er umfangreiche Kenntnisse in allen Bereichen der Elektrotechnik. Nach dem "Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen" (DQR) ist der Meistertitel einem Hochschulabschluss gleichwertig. In Folge absolvierte Steffen Bonin die Weiterqualifizierung zum geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung, die dem akademischen Masterabschluss gleichgestellt ist. Bei der Abschlussarbeit zum Betriebswirt standen ihm auch seine Kollegen Herr Smago (Business Development) und Herr Knauer (Direktor Prozessmanagement, Qualität und Logistik) beratend zur Seite. Die Abschlussarbeit behandelte ein Integrationskonzept über die erfolgreiche Einführung eines neuen Geschäftsfeldes in der Elektromobilität. Steffen Bonin ist dankbar, dass ihm seine Kollegen und das Unternehmen bei dem erfolgreichen Abschluss unterstützt haben. Die Elektrotechnik ist für Steffen Bonin immer ein spannendes Feld. Die Themenvielfalt ist groß und das Entwicklungstempo rasant, insbesondere durch Veränderungen im Bereich der IT-Systeme und Mikroelektronik oder auch dem aufkommenden Bereich der Elektromobilität. Natürlich ist es eine Herausforderung, auf dem Laufenden zu bleiben. "Man muss immer auf dem neuesten Stand der Technik bleiben", sagt der Meister/Betriebswirt. Auch die verschiedenen technischen Vorschriften und Normen werden regelmäßig angepasst. Aber er macht sich keine Sorgen, irgendwann nicht mehr mithalten zu können. Es ist wichtig für ihn, sich den Herausforderungen zu stellen. Schließlich gibt es viele Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten für Elektrotechniker im Handwerk.