OT-Security in der Energieversorgung, Fachartikel im ew-Magazin, 06/2026

Energieanlagen werden digitaler, vernetzter und damit angreifbarer. Gleichzeitig bleiben Verfügbarkeit und Betriebssicherheit unverzichtbar. Klassische Schutzkonzepte, die auf Perimetersicherheit setzen, stoßen an ihre Grenzen. Entscheidend ist ein kontinuierlicher Blick auf Assets, Kommunikationsbeziehungen und reale Angriffspfade bis hin zu Continuous Threat Exposure Management.

 

Umspannwerke, Leitstellen und Schaltanlagen sind auf Stabilität ausgelegt. Die Betriebstechnik (OT) in der Energieversorgung ist historisch gewachsen. Viele Komponenten sind auf lange Lebenszyklen ausgelegt, Änderungen erfolgen kontrolliert, Wartungsfenstersind knapp. Der Betrieb ist auf Stabilität optimiert. Lange galt das als Sicherheitsvorteil: Wer nicht am Netz hängt, ist schwer angreifbar – so die Logik.
 

Doch diese Zeiten sind vorbei. IT/OT-Konvergenz, Fernwartung, externe Dienstleister, Smart Grids und Datenschnittstellen erhöhen die Vernetzung – und damit die Angriffsflächen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Cyberhygiene und Nachweise, zum Beispiel durch BSI-Vorgaben oder NIS 2. Für Kritis-Betreiber bedeutet das: Sicherheit ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein fortlaufender Prozess.

OT-Security in der Energieversorgung, Fachartikel im ew-Magazin, 06/2026
Herunterladen PDF / 990 KB